Soziales

Diskriminierung in Schenefeld?

Unsere Tageszeitung berichtet in der aktuellen Ausgabe, dass die Gleichstellungsbeauftragte unserer Stadt am vergangenen Samstag einen Aktionstag in unserem Stadtzentrum veranstaltet hat und es Geschäfte gab, die 21 Prozent Rabatt für Frauen gewährt haben.

Die Grundrechte, insbesondere Artikel 3 unseres Grundgesetzes, sind zuvörderst Rechte des Bürgers gegenüber dem Staat.

Es ist auch der Staat, genauer gesagt das Land Schleswig-Holstein, dem gemäß Artikel 9 der Landesverfassung die Förderung der Gleichstellung von Frauen und Männern obliegt.

Ob und in welchem Umfang die Grundrechte auch zwischen Privatpersonen gelten, wird in der juristischen Literatur nicht einheitlich beantwortet.

Die Stadt Schenefeld ist als kommunaler Träger Teil des Staates.

Wenn es in unserem Grundgesetz in Artikel 3 Absatz 3 heißt, der über Artikel 3 der Landesverfassung auch in Schleswig-Holstein gilt, dass niemand wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt und niemand wegen seiner Behinderung benachteiligt werden darf, dann sollte dies auch beachtet werden.

Richtig ist, Männern und Frauen bei gleichen Voraussetzungen denselben Lohn zu zahlen und auch dieselben Rabatte zu gewähren.

Mit liberalen Grüßen
CVP